Erfolgszahlen
Davon träumen wir alle: exponentielles Wachstum. Nicht nur lineares Ansteigen der Benutzerzahlen. Doch was sagen Zahlen? Diese Frage behandelte auch Thomas Vehmeier bei seinem Vortrag “Von Lock-In- und Netzwerkeffekte zum Produktlebenszyklus von Communities” beim Community Summit 2007.
Exponentielles Wachstum mit Netzwerkeffekten
wikipedia: Der Netzwerkeffekt beschreibt, dass der Nutzen an einem Netzwerk wächst, wenn dessen Nutzerzahl größer wird. Durch diesen erhöhten Nutzen wird das Netzwerk für noch mehr Personen interessant, die Nutzerzahl wächst weiter an, und somit wiederum der Nutzen für alle. Wird eine kritische Masse erreicht, so steigt die Nutzerzahl exponentiell an.
Wie ich bereits an anderer Stelle erwähnte, sind zunächst Social Networks und Communities zu differenzieren. Laut dem Reedschen Gesetz wächst der Nutzen von Social Networks mit Untergruppen (=Communities) exponentiell mit der Anzahl der Nutzer.
wikipedia: Der Grund hierfür ist, dass die Anzahl möglicher Untergruppen 2N beträgt (N = Anzahl der Teilnehmer).
Diese Zahl steigt schneller als
1. Anzahl der Teilnehmer N (one-to-many, Sarnoff)
2. Anzahl möglicher Zweier-Verbindungen N2 (Metcalfe).
Was dann grafisch so hübsch aussieht. Grün sind Social Networks mit der Möglichkeit viele Communities zu bilden (Reedsches Gesetz), im Gegensatz zu den Netzwerk-Gesetzen von Sarnoff und Metcalfe.
Für ein exponentielles Wachstum ist also laut David Reed die Möglichkeit Gruppen bilden zu können entscheidend. Ein Faktor der beim Community Building mit einbezogen werden muss.
Doch selbst wenn die Zahlen nach oben schnellen…
… ist auch nicht immer alles in Butter. Mit dem “Subscriber Paradoxon” beschreibt Vehmeier die ansteigenden Nutzerzahlen, deren Großteil nur Karteileichen ausmacht. Oberflächlich sieht nun alles gut aus, aber da nur aktive Mitglieder Nutzen stiften, wird der Zahlenbetrachter getäuscht.
Vehmeier empfiehlt daher Erfolgsmessungen am ”Verhältnis Unique visitors zu subscribed users.“ Oder anders formuliert: nicht nur absolute Zahlen zeigen den Erfolg. Wichtig ist das Verhältnis von aktiven zu passiven Nutzern. Zudem zeigt sich der Wert der Community nicht nur anhand der reinen Nutzerzahlen, sondern auch im Vergleich mit Wettbewerbern.
Die komplette Präsentation ist bei vehmeier.com einsehbar.
Juni 14th, 2007 at 12:59
Hallo Anne,
die Einträge lesen sich gut hintereinander weg. Deshalb auch gleich “bookmarked”. Beim nächsten würde ich es natürlich interessant finden zu analysieren, welches jetzt die angesagtesten Aktionen sind mit denen man die User zum wiederkommen einlädt.
Grüße
Hendrik
Juni 19th, 2007 at 17:20
Hallo Hendrik,
danke für die Anregung!
Eine schnelle Antwort gibt es jetzt schonmal:
-> andere Nutzer
Aus diesem Grund sind die Communities derzeit im Trend. Die Community-Mitglieder binden sich gegenseitig an die Plattform und re-aktivieren sich. Natürlich können sie gemeinsam “auswandern”, aber wenn die Plattform korrekt ge-buildet wird (Nutzerwünsche werden in Weiterentwicklung eingeschlossen) bleiben die Nutzer in ihrem neuen “Vereinsraum”. Nötig sind dazu natürlich verschiedene Versammlungsplätze auf der Plattform, sowohl Private als auch Öffentliche.
Auf jeden Fall ein Thema zu dem ich noch etwas schreiben werde