Community Session beim Barcamp Hamburg
Communities werden zur Zeit immer wieder gerne umgesetzt, weil sie irgendwie toll sind, im Trend liegen, die Konkurrenz das auch macht, und man damit irgendwie Geld machen kann. Auf diese Meinung trifft man im Online-Business zur Zeit immer wieder.
Doch Communitys können mehr! Communitys können Gemeinschaften bilden, die Auwirkungen auf das Real Life erzeugen. Diese Gemeinschaften verschwinden nicht, wenn man den Computer ausschaltet. Diese Chance (und Gefahr) wird meist nicht genauer beim Aufbau neuer Plattformen & neuer Konzepte bedacht.
Doch welche Bewegungen können erzeugt werden? Welche Veränderungen können eintreten? Welche Richtungen können Sozialwissenschaftler entdecken? Diese Frage stellte ich zusammen mit Bastian Scheefe in unserer gemeinsamen Session “Auswirkungen von Online-Communities auf Wirtschaft & Gesellschaft” im Barcamp Hamburg.
Als Themeneinführung haben wir eine kleine Präsentation vorbereitet, die ich auf dieser Seite auch gerne als PDF-Datei und PPT-Datei zur Verfügung stellen möchte.
In den nachfolgenden Gespräche diskutierte mit uns auch der Sozialwissenschaftler Dr. Kai-Uwe Hellmann vom Markenistitut, der sich seit Jahren mit zahlreichen Beiträgen an der Marken- und Konsumforschung beteiligt. Mit Begrifflichkeiten und weiteren Definitionen konnte er gezielt in das Thema einspringen. So konnten wir unseren Blick hinsichtlich der Definitionen der Bewegungslehre ausweiten.
Eine größere Diskussion brachte auch auch unsere Wortwahl zur Unterscheidung künstlicher und natürlicher Communities. Denn künstliche Communitys gibt es nicht. Eine Gemeinschaft besteht…oder nicht.
Dennoch werden Community-Plattformen oft künstlich konstruiert und betreut. Dabei entstehen zwar mit durchgehend neuen Marketing-Mitteln immer wieder Besucher. Eine echte Gemeinschaft bildet sich dabei jedoch nicht aus. Nach außen scheint eine stabile Community zu entstehen, tatsächlich ist die Benutzeraktivität jedoch sehr gering. Viel Aufwand der Mitarbeiter zur Erhaltung dieser Plattform ist notwendig.
Andere Communitys entstehen aus dem Herzen des Gründers. Er ist Teil seiner Gemeinschaft. Er findet neue Teilnehmer auch im Real Life und bindet diese ein. Gemeinsame Träume stehen vor den Augen. Diese Gemeinschaft organisiert sich selbst und steigert dadurch die Aktivität auf der Plattform.
Insgesamt entdeckten wir in dieser Diskussion neue Perspektiven und natürlich auch neue interessante Kontakte für weitere Diskussionen.